Keine Repression am feministischen Streiktag!

Am 14. Juni fand neben den vom feministischen Streikkomitee organisierten Kundgebungen ein selbstorganisierter Protest von TINF*-Personen (trans, inter, nonbinäre Menschen und Frauen) statt, gegen den die Kantonspolizei Basel martialisch und unverhältnismässig vorgegangen ist. Dabei wurden zahlreiche Kleingruppen von Frauen und genderqueeren Menschen gemeinsam auf der Johanniterbrücke eingekesselt. Den Aktivistinnen wurde jede Möglichkeit die Demo zu verlassen, verwehrt. Ein gigantisches Polizeiaufgebot, Gummischrotgewehre, die aus nächster Nähe auf Kopfhöhe in die Menge zielten, Pfefferspray einsatzbereit in der Hand. Auch sexistisches Gehabe und Äusserungen einiger Polizist*innen sollten einschüchtern. Zudem kam es zu körperlicher Gewalt durch Polizeikräfte.

Dieser Angriff gilt selbstorganisiertem, feministischem Widerstand. Dieser Angriff gilt uns allen! Deshalb fordern wir:

• Keine Bussen bzw. Rückzug bereits ausgestellter Bussen!
• Keine Weiterleitung der Daten an die Staatsanwaltschaft!
• Eine aufrichtige Entschuldigung gegenüber allen, die am 14. Juni Gewalt und Leid erfahren haben!

Zur Petition – Die Petition wurde am 14.07. 15:24 übergeben. Hier geht`s zur Medienmitteilung

Streiken ist kein Sonntagsspaziergang

Warum es notwendig sein kann den Alltag kollektiv zu unterbrechen? Frauen und genderqueere Menschen haben das Leben und Überleben während der Covid-19-Krise getragen und gleichzeitig waren es sie, die besonders unter den Konsequenzen dieses Ausnahmezustandes in Form von Mehrverantwortung, Doppeltbelastung, respektive häuslicher Gewalt litten! Vieles davon haben wir im Careona-Manifest aufgezeigt.

Erfahrungsberichte

Wir haben rund 30 Statements und Berichte von Aktivist*innen erhalten, die verschiedene Facetten des Polizeieinsatzes beleuchten und auch zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Polizeigewalt und Sexismus umgehen. Sie zeigen Empörung und Wut genauso, wie massive Einschüchterung, Angst und Panik. Wir möchten an dieser Stelle diese Stimmen sichtbar machen.

Wir wollen  solidarisch Handeln! Wir wollen antirassistisch agieren! Wir wollen jegliche Formen von Diskriminierungen verurteilen! Wir wollen queer/feministisch Leben! Wir sind viele!

***Triggerwarnung (Gewalt, sexualisierte Gewalt)***